Laufender Klinikbetrieb nahtlos in den Neubau
Wie eine Rehaklinik mit über 300 Betten im Vollbetrieb umzog und im Neubau sofort arbeitsfähig war.
Die Klinik wird seit vielen Jahren von navacom als IT-Generaldienstleister betreut. Das in die Jahre gekommene Bestandsgebäude sollte durch einen Neubau ersetzt werden. Der Umzug inklusive IT musste trotz der geringen Fehlertoleranz im laufenden Vollbetrieb stattfinden. Für uns hieß das konkret, am Umzugstag Reha-Managementsystem, Patientendokumentation, Telefonie, E-Mail und die gesamte Netzwerk- und Serverinfrastruktur am neuen Standort nahtlos in Betrieb zu nehmen.
Ein Klinikumzug dieser Größenordnung ist kein normales IT-Projekt, sondern eine Belastungsprobe unter Baustellenbedingungen. Die eigentliche Schwierigkeit lag nicht in der Technik, sondern im Zusammenspiel mit den anderen Gewerken. Netzwerktechnik konnte erst installiert werden, nachdem die Verkabelung abgeschlossen war. Strom und Möbel waren die Voraussetzung für die Einrichtung der Arbeitsplätze. Jede der reichlichen Verzögerungen im Bauablauf reduzierte direkt das IT-Zeitfenster. In der Endphase arbeitete das navacom-Team mit bis zu zehn Personen rund um die Uhr.
Hinzu kamen weitere Herausforderungen, wie z.B. zu flach geplante und gebaute Netzwerkschränke. Hier war pragmatische Problemlösung unter Zeitdruck gefragt.
Dazu kam die lange Vorausplanung: Die Bau- und Planungsphase erstreckte sich über fast ein Jahrzehnt. IT-Budgets mussten über Preisentwicklungen hinweg interpoliert und belastbar kalkuliert werden, lange bevor feststand, wann genau gebaut wird.
navacom übernahm die komplette IT-seitige Vorbereitung und Inbetriebnahme des Neubaus. Das beinhaltete unter anderem die Netzwerktechnik, flächendeckendes WLAN, zentrale Serverinfrastruktur, Backup- und USV-Systeme, hybride IP-Telefonie, alle Arbeitsplatzsysteme und die vollständige Datenmigration.Im strategischen Kern der Umsetzung lag eine einfache Entscheidung: Statt hunderte Clients am Umzugstag umzubauen, wurden Reinvestitionen gezielt vorgezogen, so dass im Neubau vom ersten Tag an Neugeräte bereitstanden. Um die Kosten gering zu halten, wurden Altgeräte im Bestandsbau bewusst länger betrieben.
Für die Server wurde eine Umzugslösung gebaut, die den Zeitraum des kritischen Übergangs reduzierte: Server wurden vorab erneuert und in rollbare Racks montiert. Am Umzugstag wurden diese von Strom und Netzwerk getrennt, schockgedämpft transportiert und im Neubau an die bereits vorbereitete Infrastruktur angeschlossen. Die gesamte Downtime der Kernsysteme belief sich auf unter 90 Minuten.
Ergebnis
Die Klinik war bereits am Tag des Umzugs voll arbeitsfähig. Kein Kernsystem fiel aus und es gab keine Einschränkung im Betrieb. Die Infrastruktur im Neubau ist heute deutlich leistungsfähiger als zuvor, mit flächendeckendem WLAN, moderner Serverarchitektur und einer spürbar besseren Anwendererfahrung. Das Projekt wurde rund 50.000 Euro unter Planbudget abgeschlossen.
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